Reisemonat – Meine Abenteuerreise durch die USA ( Teil 2)

Salt Lake City liegt in dem Staat Utah mitten in den USA. Ich hatte einiges über das tolle Ski fahren gehört, ansonsten nicht viel mehr. Es gab zwei Gründe warum diese Stadt ganz oben auf meiner Liste stand. Zum einen wollte ich schon immer einmal ins Landesinnere fahren. Mein AuPair Jahr verbrachte ich an der Ostküste, den restlichen Reisemonat würden wir an der Westküste verbringen. Da fand ich es logisch sich mit dem Zug einmal das Innere der USA anzuschauen. Der zweite Grund war die Erfüllung eines Kindheitstraumes. Rückblickend klingt es verrückt deswegen quer durch das Land zu fahren. Es hat sich aber mehr als gelohnt. In Salt Lake City ist die High School von High School Musical. Ja. Ich war und bin ein großer Fan dieser Filme und der Schule.

Ich glaube man sieht mir an wie glücklich ich war. Der Reisemonat ist eine unglaubliche Chance die USA zu bereisen. Schon nach den ersten Tagen war ich mir sicher: Mit der Zugreise habe ich bis hier hin alles richtig gemacht.

Mein Tag in Salt Lake City

Insgesamt war ich einen vollen Tag in der Stadt. Den Rest des Tages schaute ich mir den Stadtkern an, stolperte spontan in ein wunderschönes Kirchen Konzert und stöberte in Buchläden. Ich hatte aus den vergangene Tagen und der Zugfahrt gelernt und nutzte die 24h um mich auf die kommenden Reisen vorzubereiten.

Buch Tipp: Let it snow ( John GreenMaureen JohnsonLauren Myracle )

Am Abend ging ich bereits um 18 Uhr ins Bett, denn um drei Uhr Morgens ging mein Zug zurück nach Chicago. Mein nächstes Ziel war zwar Seattle, jedoch gibt es keine Verbindung von Salt Lake City. Deshalb musste ich zurück nach Chicago. Somit ging früh morgens das Spektakel mit zwei Koffern, einem Taxi Fahrer und auf zum „Bahnhof“ mitten im Nirgendwo erneut los. Es hat alles super funktioniert. Mittlerweile war ich so trainiert, dass Aufregung gar keine Rolle mehr spielte. Ich fand meinen Platz, hatte wieder zwei Plätze für mich alleine und bin direkt einschlafen.

„That ain’t no salad, that’s rabbit food“

In unserem Reisemonat entstanden, gerade mit Vanessa, viele Insider. „That ain’t no Salat, that’s rabbit food“ wurde mein persönliches Highlight der Zugfahrt zurück nach Chicago. Den genauen Zusammenhang weiß ich nicht mehr, es ging aber um den Salat vom Boardrestaurant. Eine Reisegruppe hat mir dringlichst vom Mittagessen an Board abgeraten. Jetzt war ich ziemlich neugierig und hätte gerne das exklusivere Restaurant ausprobiert. Allerdings ist dies etwas teurer und wie gesagt, ich war mit einem strengen Budget unterwegs. Zum Glück hatte der Snack Wagon geöffnet und so mit gab es eine leckere Pizza.

Die Zugfahrt war unglaublich entspannend. Ich habe es tatsächlich geschafft zwei Bücher zu lesen, hielt mich zwischendurch in den Aussicht Wagons auf und schlief eine Menge. Ich schätze die Ereignisse der letzten Tage machten sich bemerkbar. Auch wenn ich zwei Nächte guten Schlaf im Hotel bekommen hatte: die Reise mit ihren vielen Eindrücken macht müde.

Welcome back in Chicago

In Chicago angekommen hatte ich einen Filmmoment. Einen echten. Ich hatte ein Taxi bestellt und war nicht die einzige die einstieg, sondern noch ein attraktiver junger Mann. Somit konnte ich auch die: „Das ist mein Taxi“ Situation von meiner Wunsch Liste des Reisemonats abhaken. Turns out, wir hatten beide ein Sammeltaxi bestellt und mussten zu der gleichen Unterkunft.

Hotel Aussicht

Angekommen, ging ich erst einmal unter die Dusche. Die Züge haben zwar verhältnismäßig große Toiletten und Waschbecken, zum Duschen gibts allerdings keine Möglichkeit.

Durch einen Schulaustausch war ich bereits in Chicago. Somit ging ich noch einmal zu allen Lieblingsecken. Ich fühlte mich ein wenig kränklich und ging schnell zum Hotel zurück, nahm mir eine Suppe von unterwegs mit und genoss das gemütliche Bett. Am nächsten Tag ging es weiter nach Seattle.

Me and my suitcase gang

Die letzte Zugfahrt (alleine)

Die 1 1/2 Wochen Zugfahrt gingen um wie im Flug. Es fühlte sich an als wären mehrere Wochen zwischen meinem holprigen Start in der Penn Station New York gewesen. Jetzt lief ich wie ein Profi mit meiner Koffer Gang durch die Central Station durch Chicago und wusste ganz genau was zutun war. Meistens jedenfalls. Auch an Snacks hatte ich gedacht, genauso wie Musik und Hörbücher. Es ging nach Seattle. Die mit Abstand längste Zugfahrt von 50 Stunden.

Der Reisemonat bot bisher genau das, was ich erwartet hatte. Es war aufregend und das wichtigste: Es hat bis hier hin alles funktioniert. Die aufregende, abenteuerliche Planung ging auf. Schon in New York meinte ein Bahnmitarbeiter: „Da mutest du dir aber ganz schön was zu“. Er hatte recht. Aber es ging alles gut. Mein Gepäck war noch vollzählig, ich wusste was ich tat und eine Menge Menschen habe ich auch kennengelernt.

Als dann der Zug kaputt ging

Mitten in Montana ging der Zug kaputt. Wir standen gute vier Stunden auf der Stelle und warteten darauf, das es weiter geht. Genauso wie vier Autos am Bahnübergang, welcher vom Zug blockiert wurde. Ein tapferer Kerl wartete die ganzen vier Stunden.

Zwischendurch gab es noch einen Polizeieinsatz. Jeder wurde kontrolliert. Ich nicht. Es gab schon einige Dinge die mich auf dieser Zugfahrt wunderten. Aber davon ließ ich mich nicht aus dem Konzept bringen. Mittlerweile hatte ich einen ganz eigenen Rhythmus entwickelt.

Ankunft in Seattle

Morgens um ca. 8 Uhr kam ich in Seattle an und wurde von meiner Freundin Berit abgeholt. Berit und ich sind 2016 zusammen von Hamburg aus gestartet. Nach der Ankunft wurde mir bewusst, dass das vorerst die letzt große Zugfahrt war. Ich war richtig traurig das dieser Teil des Reisemonats vorbei war. Das ich es alleine geschafft hatte und was ich alles schon erlebt habe, machte mich überglücklich. Ich wäre gerne noch ein paar Tage länger unterwegs gewesen. Nun aber verbrachten wir erstmal einige schöne Tage und sie zeigte mir alle Highlights der Stadt.

To be continued…

Ein paar Tage später kam Vanessa dazu. Und die aufregendsten Wochen standen noch vor uns. Was wir alles erlebt haben ist definitiv einen Teil 3 wert. Unser Reisemonat sollte genau das werden, was wir uns erhofft hatten. (Inklusive ein, zwei, drei Highlights und Panikattacken mehr)

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Teil 1 meines Reisemonats : https://likeisy.com/2020/03/13/meine-abenteuerreise-durch-die-usa-teil-1/

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