Meine Abenteuerreise durch die USA (Teil 1)

Meine Abenteuerreise durch die USA beginnt! Am letzten Abend meines Au Pair Jahres realisierte ich erst wie schnell die Zeit vergangen war. Was für ein Jahr. Was in dem letzten Monat noch vor mir liegen würde, hatte ich noch nicht ansatzweise im Kopf. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, ein Jahr in zwei Koffer zu packen und alles wegzuwerfen was überflüssig war. Ginge es nach mir, hätte ich alles behalten. Dann wären es wohl glatt fünf Koffer geworden. Mithilfe meiner besten Nachbarin/Freundin wurden es nur zwei. Alles fertig organisiert, hieß es nun das letzte mal Gute Nacht. Am nächsten Morgen sollte das Abenteuer meines Lebens beginnen.


Um 7 Uhr klingelte mein Wecker und ich hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. Der Abschied meiner Gastfamilie stand an. Es war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Mein Gastvater verabschiedete sich auf dem Weg zur Arbeit und meine Gastkinder auf dem Weg zur Schule. Meine Gastmama und ich hatte überlegt den Morgen so normal wie möglich zu machen. Die ersten Tränen flossen allerdings schnell.


Nachdem alle Kinder in der Schule waren gingen meine Gastmama und ich noch frühstücken. Das hatte ich mir als Abschied sehr gewünscht. Wir versuchten beide zu vermeiden darüber zu reden. Es sollte sowieso erst um 13 Uhr zum Bahnhof gehen. Bis dahin war noch viel zutun.

Die letzten Vorbereitungen + einige Tipps die das Reisen in den USA entspannter machen können.

Ein letztes mal ging ich in die Innenstadt von meinem geliebten Zuhause in New Jersey. Da ich für einen Monat unterwegs sein würde und nicht mehr den Vertrag meiner Gastfamilie mitbenutze, brauchte ich eine neue Sim Karte.

Für jeden der einen längeren Urlaub (zum Beispiel bis zu 4 Wochen) in den USA plant sollte unbedingt von so einer Sim Karte Gebrauch machen. Ab den Tag des Kaufes ist diese genau 4 Wochen gültig. Diese gibt es bei diversen Telefonanbietern vor Ort in den USA. Meistens gibt es besondere Angebote, wie eine Allnet Flat und high-speed Datenvolum, zu fairen Angeboten. Für einen Monat mit allem was ich brauchte habe ich damals um die 35 Euro gezahlt.

Mein Reiseplan

Für alle Au Pair’s gibt es tolle Gruppenreisen Angebote, welche komplett durchgeplant sind. Viele meiner Freunde haben an diesen teilgenommen und sind mehr als zufrieden. Meine Nachbarin Vanessa (auch ein AuPair) und ich wollten die Sache jedoch allein in die Hand nehmen. Die Planung hat lange gedauert und wurde sehr abenteuerlich. Letztendlich war es der perfekte Trip und es hat alles genauso funktioniert wie wir es gehofft hatten.

Über unsere Planung + Tipps wird es einen extra Beitrag geben! 🙂

Vanessa kam erst 1 1/2 Wochen später nach. Also suchte ich nach einer Reise, die ich bis zum Treffen in Seattle alleine unternehmen konnte. Dann erfüllte ich mir einen Traum, den ich schon sehr lange hatte. Ich unternahm eine Reise durch Amerika mit dem Zug. Für 1 1/2 Wochen.

Meine Reiseroute
New York – Chicago – Salt Lake City – Chicago – Seattle

Geplant waren also ca. 5.649 Meilen mit dem Zug quer durch das Land. Erst an dem Tag der Abreise wurde mir klar, was ich mir da alleine mit 2 Koffern zugemutet hatte. Aber das hielt mich nicht ab. Etwas mulmig war mir schon, als meine Gastmama mich um Punkt 13 Uhr am Bahnhof in New Jersey absetzte. Die traurige Verabschiedung die mich an diesem Tag am dollsten traf, lenkte mich kurzzeitig ab.

Erst in der Penn Station angekommen, ging die Aufregung los. Mit Übergepäck bei Koffer Nummer 1 stand ich also da und musste neben meiner heiß geliebten Sonnencreme auch noch meine Gummistiefel abgeben. Ja, hätte mich jemand gefilmt wäre es die perfekte Sitcom Szene gewesen. Ich musste nach anfänglicher Trauer selbst etwas über mich lachen. Aber hey. Sonnencreme ist teuer und als AuPair versucht man an jeden Ecken zu sparen. Dann nimmt man sich auch schonmal Sonnencreme von zuhause mit. Für mich hat hier die Abenteuerreise durch die USA schon deutlich mehr als begonnen.

Die Reise mit dem Zug

Es gibt unendlich viele positive Dinge die ich über die Reise mit dem Zug sagen kann. Während der Planung haben mich allerdings 3 Punkte am meisten überzeugt.

  1. Es ist umweltfreundlicher als Fliegen
  2. Man kann soviel Koffer aufgeben wie man möchte (wie mir das am Flughafen am Ende der Reise zum Verhängnis wurde lest ihr in Teil 2 :D)
  3. Die Aussichten und Einblicke die man vom Land bekommt, gibt es so bei keiner anderen Transportmöglichkeit

Alle drei Punkte haben sich mehr als bestätigt. Wichtig: Man sollte darauf achten das einzelne Koffer kein Übergewicht haben. Sonst endet man wie ich am Mülleimer und weiß nicht was man zuerst weggeben sollte.

Der Zug nach Chicago fuhr ca. 18 Stunden. Der Sitz war größer als normalerweise, aber noch immer zu klein um dort auch zu schlafen. Durch die Aufregung am Mittag schlief ich jedoch sofort ein. Als ich irgendwann aufwachte, war es bereits dunkel und der Zug stand in Albany am Bahnhof. Ich hatte Durst und merkte erst dann wie schlecht ich wirklich vorbereitet war. Also hier ein Tipp der einem auf so einer Reise helfen können:

  • Genug Snacks einpacken und vor allem WASSER. Ich hatte für 18h Zugfahrt garnichts dabei. Normalerweise gibt es in Fernzügen einen Kiosk. Dieser war jedoch geschlossen. Besser ist es auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Nachdem ich zunächst von zwei netten Köchen aus dem Board Restaurant ausgelacht wurde, habe ich zwei Flaschen geschenkt bekommen.

In Chicago ging es weiter

In Chicago angekommen machte ich also erstmal einen kleinen Einkauf. Mein Layover war nicht länger als 3 Stunden und ich hatte nach diesem leicht turbulenten Start ein wenig Angst vor der Fahrt nach Salt Lake City. Diese dauerte ca. 40 Stunden. Mit meinen zwei Koffern zog ich etwas verloren durch die Central Station und war sehr erleichtert als ich diese wieder aufgeben konnte. Meine Erleichterung hielt an als ich den Zug nach Salt Lake City sah! Dieser war Riesen groß im Vergleich zu dem Zug davor und hatte, neben einem Snack Waggon, das Highlight auf das ich mich am meisten freute. Der Aussicht Wagen!

Die gesamte Zugfahrt hatte ich zwei Sitze für mich alleine. Genug Platz um zu schlafen. Doch erstmal die Aussicht genießen ! Der Zug reiste quer durchs Land und nach ca. 2 Stunden befanden wir uns mitten im Nirgendwo in Iowa. Die Aussicht war toll und die Menschen die ich kennenlernte auch! Ein Musiker aus Nebraska spielte auf seiner Gitarre und ein Blogger aus San Francisco erzählte mir alle seine Pläne für das Jahr 2019.

Erstmal abschalten und durchatmen!

Was ich da gerade erlebte konnte ich selbst kaum fassen und brauchte ein wenig Zeit für mich. Schwer vorstellbar in einem Zug aber es geht. Gewappnet mit meinen Kopfhörern schlief ich ein und genoss die Ruhe nach der stressigen Anreise.

Als ich aufwachte bemerkte ich das ich absolut keinen Handy Empfang habe. Ich habe da gar nichts gegen aber auch hier war ich nicht so vorbereitet wie ich dachte !

  • Mehr als nur 3 Lieder in der Playlist sind mehr als empfehlenswert! Genug Hörbücher, Podcasts und Musik ist das beste auf der Reise
  • Bücher waren ab Salt Lake City meine besten Freunde. Ich habe auf nur einer Zugfahrt 2 Bücher gelesen. Entspannter könnte es nicht sein!

Ankunft in Salt Lake City

Nachts/Morgens um 3 Uhr kam ich in Salt Lake City an. Oder irgendwo da in der Gegend. Es war mitten im nirgendwo und total kalt. Mit einem Taxi bin ich zum Hotel gefahren. Es war gruselig doch muss auch irgendwie absurd ausgesehen haben wie ich mit meinem Gepäck und völlig zerzaust von 3 Tagen im Zug dort ankam. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so auf eine Dusche gefreut!

Teil 2

Wie meine Abenteuerreise durch die USA weitergeht und was mich in Salt Lake City erwartete, wie ich mir einen Kindheitstraum erfüllte und was die nächste Woche brachte kommt in Teil 2!

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Für detaillierte Infos oder einen How to: Zugreise durch Amerika werde ich einen ausführlichen extra Eintrag veröffentlichen!

Bis dahin schaut gerne auch meine anderen Posts an https://likeisy.com/2020/03/12/likeisy-com-formorehyggeinlife/

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